Baustelle am LWL-Parkplatz: Nachschlag

Vor einigen Tagen hatte ich ja einen erheblichen Rant gegen die Baustellenabsicherung durch die Stadt Münster gefahren. Auslöser hierfür war eine völlig indiskutable Baustellensicherung an der Warendorfer Straße kurz vor der Zufahrt zum LWL-Parkplatz. Nun: Freut Euch! Herr Bücker vom Tiefbauamt hat sich anscheinend eines besseren besonnen und in fachmännisch völlig einwandfreier und höchstgradig lobenswerter Art und Weise nachgeholfen.

Ob’s an mir lag? Oder vielleicht doch daran, dass sich vermutlich auch der ein oder andere Mitarbeiter des Landschaftsverbands über die schwere Einsehbarkeit der Baustellenführung beschwert hat? Ich vermute ja eher Letzteres. Seit zwei Tagen nun hängt an der Ausfahrt vom LWL-Parkpplatz ein Verkehrsspiegel.

Stopschild und Verkehrsspiegel am LWL-Parkplatz

Stopschild und Verkehrsspiegel am LWL-Parkplatz

Da kann man jetzt nicht drüber streiten. Das ist durchaus sinnvoll. Aber was so ein in den 1970ern hängengebliebenes Tiefbauamt ist, geht sowas ja nicht stolperfrei über die Bühne: Denn von der anderen Seite aus hat die Stadtverwaltung jetzt den Radfahrern den größten Zombie unter den Verkehrsschildern vor die Füße geworfen. Dort heißt es jetzt im Kasernenton: „Radfahrer absteigen!“

Von meiner Seite aus ist das jetzt in Ordnung, denn das Schild klärt die Rechtslage eindeutig: Weil Zeichen 240 und „Radfahrer absteigen!“ sich widersprechen und eine unzulässige Kombination sind, fällt man auf die allgemeine Lösung aus § 2 Abs. 1 StVO zurück, nach der Fahrzeuge auf die Fahrbahn gehören. Und – falls das noch nicht klar sein sollte – Fahrräder sind natürlich Fahrzeuge.

Schilderzombie "Radfahrer absteigen!"

Schilderzombie „Radfahrer absteigen!“

Bücker hat damit sicherlich nicht das geschaffen, was er wollte. Denn auch wenn Einzelpöbler wie ich solche juristischen Finessen kennen: Der normale münstersche Radfahrer steht damit weiterhin völlig alleingelassen vor einer unzureichenden Baustellensicherung. Die meisten werden den Bückerschen Morgenapell wohl einfach ignorieren und weiterfahren. Ob die Baustelle am LWL-Parkplatz damit sicherer wird? Ich glaube nicht.

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