Polizei Münster: Willkommen bei Erdogan

Unliebsame Journalisten mit Strafverfahren zu überziehen ist eine Methode, die sich derzeit in der Türkei großer Beliebtheit erfreut. Dass solche Methoden auch bei einem münsterschen Fahrradblogger durchgezogen werden, überrascht mich dann doch etwas. Zumal ich bereits einen Landgerichtsbeschluß erreicht hatte, der auch etwas heftigere Kritik unter das Recht der freien Meinungsäußerung stellt.

Grundrechte scheinen die Polizei Münster jedoch nicht zu interessieren, wenn man mal deutliche Kritik an der unterirdischen Arbeitsweise dieser Behörde übt.

Kurz:

Ich habe wieder ein Strafverfahren am Hals.

Süffisant dabei: Ich hatte der bearbeitenden Kommisarin direkt den Link auf den Landgerichtsbeschluß mitgeschickt. Interessiert die Dame nicht.

In diesem Sinne,

Acht Cola, acht Bier…

2 Kommentare zu “Polizei Münster: Willkommen bei Erdogan

  1. berlinradler

    Um welche Äußerungen geht es denn konkret?

    Mir ist angenehm aufgefallen, dass in den letzten Blogbeiträgen verbal zurückgefahren wurde. Ich zweifle zwar auch an der Strafbarkeit, aber ständige Dritte-Reich-Vergleiche lesen sich auf Dauer etwas ermüdend.

    Da aber solche Vorgehen – Staatsanwaltschaft gegen harte Meinungsäußerungen – immer besonders interessant sind, bitte unbedingt weiter informieren.

    Wenn Du es geschafft hast, dass Stadt, Polizei und Staatsanwalt hier ständig mitlesen, kannst Du mit detaillierter Kritik vielleicht mehr bewirken als andere Blogger, die zwar ihre Community, nicht aber die Behörden erreichen. Respekt, das schafft nicht jeder.

  2. Der Pedelecer

    Eines ist doch klar: die Polizei und Staatsanwälte gehen immer gegen die Menschen vor, welche den geringsten Widerstand leisten. Gegen Autofahrer, welche Radfahrer an hupen, wird gar nicht erst vor gegangen. Aus einem Bürgersteig wird ein Angebotsstreifen für Radfahrer! Geht es noch? Die Polizei ist um Ausreden nie verlegen und kennt immer einen Paragraphen gegen den Reklamierenden. Ist in meiner Stadt genau wie in Münster, Köln oder Stuttgart. Leider wird es noch sehr lange dauern, bis Radfahrer und Pedelecer gleichberechtigt auf der Straße fahren dürfen.

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