Hier das Hohnurteil der münsterschen Autojustiz

Während es in Berlin anscheinend Polizistinnen gibt, die sich auch um die Rechte der Radfahrerinnen und Radfahrer kümmern, ist der Justiz Münster und deren willigen Erfüllungsgehilfen von der Polizei Münster das Wohl von Weichzielen anscheinend scheißegal. Lieber kuschelt man bei Twitter mit den Tätern und lässt die branfdgefährliche Raserei zum Kavaliersdelikt verkommen.

In dem bereits bekannten Sachverhalt zur Engelenschanze in Münster iegt mir inzwischen das erstinstanzliche Urteil auch schriftlich vor. Die Anzeigen gegen die „Opfer“ meiner Handlungen haben StA Münster und GeStA Hamm selbstverständlich eingestellt. Was für Prachtexemplare motorisierter Gewalttäter solche Strafvereitlungen fördern, kann man sich in den Kommentaren zu diesem Blogartikel zu Gemüte führen. Bei dem dort kommentierenden Michael D. handelt es sich um den „Zeugen“ D. Die chauvinistischen und sozialdarwinistischen Tendenzen dieses Mannes lassen sich aus dessen Äußerungen problemlos erkennen.

Tatort zum Urteil.

Ich muss mir hier immer wieder verkneifen, das „Urteil“ des Amtsgerichts Münster zu kommentieren und lasse es hier im Klartext stehen. Aber ich gebe eine Warnung an alle Leser dieses Blogs:

Wenn Ihr in Münster mit dem Fahrrad unterwegs seid und ein Problem mit einem Autofahrer habt, macht eines nie:

Ruft niemals die Heuchler der Polizei Münster um Hilfe!

Die Steigbügelhalter der münsterschen Verkehrsmittelapartheid werden Euch Stöcke in die Speichen werfen, wo sie nur können. Die Polizei Münster ist durchseucht von einem latenten Verkehrsmittelrassismus, der von den Kavalleristen der münsterschen Autojustiz gebilligt wird.

Autofahrer dürfen uns Radfahrerinnen und Radfahrer, Fußgängerinnen und Fußgänger nach belieben nötigen, wegdrängeln, unsere Wege zuparken, andere behindern – ja, auch töten. Autofahrer dürfen vor Gericht straflos jeden Scheiß erzählen, den einem erfahrene Richter bei einer Schlägerei oder Ladendiebstahl Wort für Wort auseinandernehmen würden. Radfahrerinnen und Radfahrer haben bedingungslos die Fresse zu halten und sich auf die generös bereitgestellten Seitenraumghettos zu verpissen. Insbesondere haben Radfahrerinnen und Radfahrer nicht mit so unwichtigem Zeugs den Freund und Helfer zu belästigen.

PS: Spenden für Prozesskosten etc. werden rechts gerne angenommen.

Berufung/Revision wurde bereits eingelegt.

Die Berufungsverhandlung findet am 30. Mai um 11 Uhr vor dem Landgericht Münster statt.

 

2 Kommentare zu “Hier das Hohnurteil der münsterschen Autojustiz

  1. Pingback: Motocaust am Kiepenkerl: Die erwartbare Katastrophe? | Leezerize

  2. Andreas

    Ein Hinweis: Im Urteil wird die „zweite-Reihe-Rechtsprechung“ des BGH meiner Meinung nach falsch angewendet. Die geht sinngemäß so:
    – Ein Fußgänger kann einen Autofahrer nicht im juristischen Sinn zum Anhalten nötigen, weil dieser kein „echtes“ Hindernis ist. Der Autofahrer könnte – theoretisch betrachtet – einfach weiterfahren.
    – Wenn das erste Auto aber erstmal steht, kommt das zweite Auto (die zweite Reihe) objektiv tatsächlich nicht weiter.
    – Das zweite Auto wird also durch das erste tatsächlich zum Anhalten genötigt.
    – Diese Nötigung muss sich der Blockierer aber nur dann anrechnen lassen, wenn das Ziel seines Handelns die Blockade von möglichst vielen Autos ist.

    Auf den letzten Punkt ist das Gericht nicht eingegangen. Das ist ein Angriffspunkt gegen das Urteil. Denn vermutlich liegt dieser Vorsatz hier nicht vor. Ich denke mal, es ging dem Blockierer nur um das Aufhalten des ersten Fahrzeugs.

    Das Gericht hätte also prüfen müssen, ob ein Fahrrad ein echtes körperliches Hindernis in dem Sinne ist, dass ein Auto tatsächlich nicht weiterfahren kann. Das ist sehr fraglich, da dies für Fußgänger ja schon verneint wurde.

    Falls sich das Berufungsgericht dazu äußert, würde mich eine kurze Info freuen.

    Unabhängig von der juristischen Seite:
    30 Minuten den Verkehr zu blockieren finde ich schon ganz schön happig. Ich habe aber nur das Urteil gelesen und nicht den ursprünglichen Sachverhalt.

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